von Renate Petrahn
Die Sommerfeste, zu denen der Hospizverein Regenbogen e.V. jährlich einlädt, sind mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden. „Mit unserem Fest wollen wir den ehrenamtlichen Mitarbeitern für ihr Engagement danken und mit ihnen und unseren Kooperationspartnern gemeinsam eine entspannte Zeit mit guten Gesprächen verbringen“, sagte Vereinsvorsitzende Helga Hirth zur Begrüßung.
Der Vorstand des Vereins wie auch die leitende Koordinatorin Kordula Schippan und die Koordinatorin für den Kinderhospizdienst Marita Fox, begrüßten im Kreuzgang der Liebfrauenkirche ebenso herzlich Vertreter des Betreuungsvereins Halberstadt und des Hospizkreises aus Oschersleben. Musikalisch eindrucksvoll umrahmt wurde das Fest von dem Duo Andrea Thust, Sandra Krämer.
Insoweit unterschied sich das diesjährige Sommerfest nicht von den Begegnungen in den vergangenen Jahren. Und dennoch war das Sommerfest 2025 etwas Besonderes. Zum einen übergab der besonders mit Halberstadt verbundene Bochumer Dieter Seifert eine Spende in Höhe von 5.441, 13 Euro. Das Geld wurde anlässlich seines 70. Geburtstages gesammelt.
Im Namen des Hospizvereins dankten der Vorstand des Vereins und Kordula Schippan für die großzügige Unterstützung. Wie von der leitenden Koordinatorin zu erfahren war, dient das Geld dazu, zukünftig weitere Koordinatorinnen für den Verein auszubilden.
Zum anderen war Oberbürgermeister Daniel Szarata zu Gast, um ein für die Arbeit des Hospizvereins „Regenbogen“ wichtiges Dokument zu unterzeichnen.
Es handelt sich um die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“. Die Charta ist ein wichtiges Orientierungspapier für alle Akteure in der Hospiz- und Palliativversorgung. Sie formuliert fünf Leitsätze, die sicherstellen sollen, dass Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine würdevolle und umfassende Betreuung erhalten. Das Dokument betont das Recht auf eine individuelle, medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung, die auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten ist.
Auf der Grundlage der Charta soll die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verbessert werden. Sie soll als ein Aufruf verstanden werden, Sterben, Tod und Trauer als Teil des Lebens zu akzeptieren und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, um Menschen in dieser Lebensphase bestmöglich zu unterstützen.
Mit seiner Unterschrift signalisierte der Oberbürgermeister Halberstadts die Bereitschaft der Stadt, das Netzwerk für die Hospiz- und Palliativversorgung im Stadtgebiet und darüber hinaus zu unterstützen. Er verbindet damit auch seine Hoffnung, noch mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Hospizarbeit zu lenken.
Die leitende Koordinatorin Kordula Schippan betonte, dass die Kooperation zwischen dem Hospizverein und der Stadt seit Jahren erfolgreich praktiziert wird.
So wird die Stadt den Ratssaal unentgeltlich für den ersten Hospiz- und Palliativtag des Harzkreises am sechsten September zur Verfügung stellen.




OB Daniel Szarata, Dieter Seiffert und Kordula Schippan